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Nachfolgend möchten wir über einige Erfahrungen berichten und darstellen, worauf wir bei Klettertouren im Gebirge mit unseren Kinden achten und wie wir die Touren durchführen. Die in Frage kommende Routenauswahl war  natürlich besonders am Anfang etwas beschränkt. Sie hat sich über die Jahre mit steigender Fertigkeit deutlich erweitert. Meiner Meinung nach braucht man auf jeden Fall eine umfassende alpine Erfahrung, wenn man mit den Kindern zum Klettern ins Gebirge geht.

Vor dem Abmarsch in Ailefroide

Der Anmarsch zur Route mit Schleppen eines schweren Rucksackes ist bei Kindern bekanntlich nicht sehr populär. Beides versuchen wir in Grenzen zu halten. Mittlerweile werden Zustiege bis zu 1,5 Stunden meist klaglos akzeptiert.

Auf dem Zustiegsweg zum "Stoos" im Alpstein

Bei Zustieg bzw. der Wanderung ist es nicht die Anstrengung, die den Kindern zu schaffen macht sondern die Langeweile des eintönigen Marschierens. Mit einem Repertoire von Märchen, Sagen oder selbst ausgedachten Geschichten wird es gleich unterhaltsamer.

Ausstieg der "Sunnabrand" (Gruobenflüeli)

Wir denken der Helm gehört immer auf den Kopf. Beim Klettern sowieso, aber auch beim Spielen am Wandfuß sowie bei Zu- und Abstiegen mit Absturz- oder Steinschlaggefahr.

Am Einstieg der "Chaud Biz" (Ailefroide)

Grundsätzlich prüfen wir vor dem Einstieg noch einmal Gurt und Anseilknoten. Meistens ist der "Familienstart" in die Route ein bisschen chaotisch (nochmal was essen, wo sind die Schuhe?, ich muss auf's Klo...) und man will ja nicht mit einem halb angeseilten Kind auf Tour.

"Spinnäwäg" beim Gruobenflüeli

Nach unserer Erfahrung sind geneigte Platten mit Routen, die ohne große Querungen mehr oder weniger gerade nach oben führen, für den Anfang am besten geeignet.  Gerade mit den Wasserrillenplatten im Kalk und geneigten Granitplatten kamen unsere Kinder auf Anhieb sehr gut zurecht.

Rote Flüh nach dem Friedberger Klettersteig

Bei der Routenauswahl achten wir darauf, dass die Tour nicht zu "committing" ist. Lange Touren sollten Flucht- bzw. Abbruchmöglichkeiten haben. Bei nicht ganz sicherem Wetter kommen für uns nur kurze Touren mit leichtem Abstieg in Frage.

"Schildkrötengrätli" (Kleines Biehlenhorn)

Grate, besonders mit Abkletterpassagen finden wir immer etwas heikel. Leichte Routen bewegen sich aber nicht selten über solche Grate. Wir achten dann auf genügend Zwischensicherungen für die Nachkommen(den).

"Kleine Verschneidung" (Brüggler)

Bequeme Standplätze sind besonders für die kletternde Familie sehr angenehm. Trotzdem lassen sich beengte und abschüssige Standplätze nicht immer vermeiden. Hier achten wir besonders auf Ordnung beim Einrichten des Standplatzes.

"Familienroute" (Stoos)

Wenn wir zu Viert unterwegs sind, klettere ich mit einem Doppelseil und einem Extraseil voraus. Es wird sodann Ältere (Norman) über das Extraseil nachgesichert und anschließend folgen die Mama und Daniel gleichzeitig am Doppelseil. Gesichert wird dabei über den HMS. Bei Quergängen und Graten hänge ich natürlich sowohl Doppelseil wie Extraseil (dieses mit separater Express) in die Sicherungspunkte ein.

"Wanderweg" (Spullerplatten)

Wir haben festgestellt, dass die Nähe eines Elternteils beim Jungspund immer wieder mal half, wenn die Nerven versagten oder ein Rat nötig war. Beim Nachsichern klettern deshalb Sabine und Daniel relativ dicht auf.

Abseilen am "Reisfresser" (Sandbalm)

In der Lernphase des selbsständigen Abseilens haben wir immer geneigtes Gelände bevorzugt. Selbstverständlich haben wir dabei immer über ein Extraseil gesichert.

Abseil nach der "Till Ann" (Tannheimer)

Die Mama und der Kleine werden meistens zusammen abgelassen. Wir achten darauf, dass klar ist, wo sich der angesteuerte Standplatz befindet. Dieser muss wegen der Kinder ohne Pendeln zu erreichen sein.

Aufstieg zum Zirleseck (Tannheimer)

Die ersten Skitouren machten wir als die Kinder 9 bzw. 12 Jahre alt waren. Als Schnupperunternehmung unternahmen wir zunächst 2 Frühjahrsskitouren bei denen wir Großen die Ski der Kinder hochschleppten und diese zu Fuß im gingen. Dadurch war der Übergang von der normalen Bergwanderung  zur Skitour fließend.

Aufstieg zur Krinnespitze (Tannheimer)

Um so vorzugehen braucht man gute Verhältnisse. Der Schnee/Firn sollte nicht zu weich (mühsames Einsinken) und nicht zu hart (Absturzgefahr!) sein.

Abfahrt vom Zirleseck

Tiefschneefahren abseits der Piste erfordert höhere Fähigkeiten als Pistenfahren. Das Gelände sollte entsprechend einfach gewählt werden. Dass auch hier ein Helm auf den Kopf gehört, versteht sich von selbst.

Ponten-Überschreitung von der Wannenjochbahns

Das Verhältnis von Aufstiegsmühen zu Abfahrtsfreuden ist bei Skitouren nicht sehr kinderfreundlich. Deshalb hat es sich für uns bewährt, eine Liftauffahrt mit einer Skitour von der Gipfelstation zu kombinieren.

Am Vilser Jöchle

Sichere Verhältniss und die  übliche Lawinenausrüstung gehören sowieso dazu. An die Lawinengefahr ist immer zu denken. Uns kam aber die Anfahrt zum Ausgangspunkt bei winterlichen Verhältnissen und im Wochenendpistenverkehr am gefährlichsten an den Aktionen vor...
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